Blogroll vom 15.12.14 (ein erster Versuch)

Liebe Leute,

zum Montag soll es regelmäßig eine Blogroll zum Thema Asyl geben. Dabei wollen wir uns nicht auf asylrechtliche Themen beschränken, sondern auch über den Tellerrand hinausschauen.

Der erste Versuch fällt etwas mau aus: ich habe mal ein paar Artikel zusammengestellt, aber das beansprucht noch keine Vollständigkeit und heute ist schon Mittwoch. Das soll sich natürlich zukünftig ändern! Vorschläge welcome!

I. Lebensbedingungen von geflüchten Menschen in Deutschland

Eigene Wohnungen für Flüchtlinge – Home Sweet Home (SZ):

Ein Beitrag über die Überwindung von Kommunen asylsuchenden Menschen das dezentrale Wohnen zu ermöglichen.

Geld statt Haltung – Geschacher um Abschiebungen (TAZ):

Wie das Bundesministerium finanziellen Druck auf die Länder ausübt und weshalb das Handeln von Ländern wie Schleswig-Holstein oder Thüringen, die trotz der Asyl-Einigung einen Winter-Abschiebestopp verhängt haben, als „kontraproduktiv“ eingeschätzt wird.

Einschränkung der gesundheitlichen Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland ist verfassungswidrig (MiGAZIN):

Anlässlich der bevorstehenden Ministerpräsidentenkonferenz fordern Diakonie und das Deutsche Institut für Menschenrechte eine bessere gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland. Derzeit sei die Situation desolat.

II. Zum Asylverfahren

Wie die Altersbestimmung bei jugendlichen Flüchtlingen funktioniert (SZ):

„Ob es sich bei ihnen um Minderjährige oder Erwachsene handelt – diese Frage müssen die Behörden nach deren Ankunft klären, wenn zum Beispiel entsprechende Papiere fehlen. Denn das Alter entscheidet über den Status der Flüchtlinge.“

Syrische Flüchtlinge versuchen verzweifelt, ihre Angehörigen nach Deutschland zu retten (MiGAZIN):

Rund 80.000 Syrer in Deutschland haben Aufnahmeanträge für Verwandte aus den Krisengebieten gestellt. Mit den bisherigen Aufnahmeprogrammen können aber nur 28.000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen – und das ist nur ein Teil des Problems.

III. Asylpolitik (Deutschland u. Europa)

ÜBERLASTETE KOMMUNEN Wer versorgt Deutschlands Flüchtlinge? (Dradio, Hintergund v. 7.12.2014)

Die Zahl der Asylbewerber steigt wieder an. Zwischen Januar und Oktober haben mehr als 158.000 Menschen in Deutschland Asylanträge gestellt. Länder und Kommunen sind mit den vielen Menschen überfordert. In den nächsten beiden Jahren bekommen sie vom Bund eine Milliarde Euro extra. Aber mit Geld allein lassen sich die Probleme nicht sofort lösen.

EIN JAHR MARE NOSTRUM Italiens Flüchtlingspolitik vor einem Kurswechsel (Dradio, Hintergrund v. 1.12.2014)

Mehr als ein Jahr ist es her, dass Hunderte Flüchtlinge vor Lampedusa ertranken. Europa ist erschüttert – und reagiert mit Mare Nostrum: eine gigantische Hilfsaktion, bei der mehr als 100.000 Menschen gerettet werden können. Doch der Einsatz endet dieses Jahr.

IV. Sonstiges

Ziviler Ungehorsam in Niedersachsen: “Ich bin Taha!” – “Ich auch!” (Jetzt-Magazin, SZ):

„Eine Nacht mit der Blockiererin Kathrin, die die Abschiebung des Asylbewerbers Taha mit einfachen Mitteln zu verhindern versucht.“

Bauder, H (2014): Why We Should Use the Term ‚Illegalized‘ Refugee or Immigrant: A Commentary (International Journal of Refugee Law):

This commentary argues for the adoption of the term ‘illegalized’ refugee or immigrant by legal and refugee scholars and practitioners when they discuss issues related to immigrants who have entered or remained in a country without legal permission. The word ‘illegalized’ draws attention to the institutional and political processes rendering people illegal. The use of this term constitutes a discursive strategy to engage the negative consequences of the term ‘illegal immigrant’ and its implied meanings and corresponding emotional responses, which can influence legal decisions, policies, legislation, as well as relations between affected migrants and civic society. Since the illegalization of refugees and immigrants is a widespread international issue, the term ‘illegalized’ refugee or immigrant has potential for general international use.

(Danke für den Tipp Clara-Maria B. aus Leipzig)

V. PEGIDA (etc)

Zu den Bewegungen, wie der PEGIDA in Dresden gibt es viel zu viel zu lesen und zu sagen. Täglich erscheinen wahrscheinlich mehrere Artikel pro Internetseite und man könnte fast die These aufstellen, dass der Zustrom dadurch nur vergrößert wird. Von daher will ich einfach mal auf das Gesagte von extra3, die Anstalt und die heute show letzter Woche verweisen.

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