Blogroll vom 27.07.2015

I. Geflüchtete in Deutschland

Gesundheitsversorgung für Asylbewerber nach wissenschaftlicher Studie ineffizient (Informationsverbund Asyl & Migration v. 24.07.2015)

Nach einer wissenschaftlichen Studie der Unikliniken Heidelberg und Bielefeld ließen sich die staatlichen Gesundheitsausgaben deutlich senken, wenn Asylbewerber in Deutschland eine Krankenkassenkarte und damit regulären Zugang zum deutschen Gesundheitssystem bekommen.

 

Gefangen im Asylrecht – ein Kommentar (FAZ v. 27.07.2015)

Gefangen im Asylrecht, lehnt die deutsche Politik nicht nur ein solches Vorgehen ab, sie tut sich überhaupt damit schwer, Asylbewerber von Migranten, Flucht und Einwanderung zu unterscheiden. Wer beides vermengt, entgeht der moralisch schwierigen Entscheidung, den Zuzug nach Deutschland zu steuern.

 

II. Asylpolitik in Deutschland

Bayern schlägt Alarm wegen minderjähriger Flüchtlinge (FAZ v. 27.07.2015)

Die Zahl der Flüchtlinge unter 18, die ohne Eltern nach Deutschland kommen, steigt rasant. Besonders betroffen ist Bayern. Vor allem die spezielle soziale Betreuung lässt die Kosten explodieren.

 

Seehofer will stärker gegen Geflüchtete aus dem Balkan vorgehen (ZEIT Online v. 18.07.2015)

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer will härter gegen „massenhaften Asylmissbrauch“ aus den Balkanländern vorgehen. Auf dem Bezirksparteitag der CSU Niederbayern in Essenbach kündigte Seehofer laut der Süddeutschen Zeitung an, sein Bundesland werde zukünftig nur noch Mindeststandards erfüllen und möglichst unattraktiv auf Asylbewerber wirken, um keine falschen Anreize zu schaffen.

 

Kretschmann will Einwanderung vom Balkan erleichtern (ZEIT Online v. 27.07.2015)

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich dafür ausgesprochen, die legale Zuwanderung von Menschen aus dem Westbalkan zu erleichtern. Um den „Migrationsdruck“ aus den Ländern der Region zu mindern, solle ein „maßgeschneidertes Einwanderungsangebot“ gemacht werden, sagte Kretschmann der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Wir könnten Einwanderungskorridore für die hiesigen Mangelberufe, etwa für das Pflegepersonal, schaffen.“ Der Westbalkan gehöre zu Europa und müsse stabilisiert werden.

 

Wahlkämpfer der Grünen in Baden-Württemberg fürchten heikles Flüchtlingsthema (FAZ v. 27.07.2015)

In acht Monaten wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Die Grünen befürchten, dass ihnen das Thema Einwanderung und Asyl bis dahin um die Ohren fliegt.

 

III. Rassismus in Deutschland

Die Serie fremdenfeindlicher Angriffe auf Asylbewerber reißt nicht ab (N24 v. 27.07.2015)

Brandanschlag in Brandenburg und fliegende Steine in Dresden: Die Gewalt gegenüber Flüchtlingen reißt nicht ab.

 

IV. Geflüchtete in Europa

Europas schmutziger Kampf gegen Flüchtlingsströme (SZ v. 23.07.2015)

Die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Politik der geschlossenen Tür. Einige Menschen, die sich in allergrößter Not befinden, dürfen durchschlüpfen. Grundsätzlich aber dominiert der Wille, potenzielle Migranten abzuschrecken, sie nicht einreisen zu lassen oder, sollten sie es nach Europa geschafft haben, möglichst schnell wieder zurückzuschicken. Zu diesem Zweck werden seit Jahren immer neue Abkommen mit den Herkunfts- und Transitländern geschlossen, hauptsächlich im Norden und Osten Afrikas.

 

EU-Flüchtlingspolitik – Ein Pakt mit Despoten? (Deutschlandfunk v. 23.07.2015)

Menschenrechte zählen in diktatorisch regierten Staaten wie Eritrea oder dem Südsudan nichts. Viele Menschen suchen daher ihr Heil in der Flucht nach Europa. Um das zu unterbinden, scheint der EU jedes Mittel recht: Bei der Bekämpfung von Fluchtursachen setzt Brüssel auf die Unterstützung von autoritären Regimen in Afrika

 

Flüchtlinge in Spanien – Wo Asyl der Abschreckung dient (ZEIT Online v. 27.07.2015)

Spanien hält Flüchtlinge mit rigiden Grenzkontrollen auf Abstand. Wer es ins Land schafft, lebt lieber illegal, als Asyl zu beantragen.

 

V. Klima- und umweltbedingte Flucht

Klimabedingte Zwangsmigration: Ein Blick aus der Praxis (Netzwerk Flüchtlingsforschung v. 27.07.2015)

Im praktischen Umgang mit den Herausforderungen von Klima- und Umweltveränderungen steht die Prävention von Klimakatastrophen an erster Stelle. Menschen in Risikogebieten müssen identifiziert werden und entweder ihre Resilienz gestärkt oder, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, nach menschenrechtlichen Maßgaben umgesiedelt werden. Darüber hinaus braucht es effektive, rechtlich verbindliche Schutzmechanismen für Vertriebene im Land und über internationale Grenzen hinweg.

 

Real Risk or Overrated? – Environmental Migration and Violent Conflict (Netzwerk Flüchtlingsforschung v. 22.07.2015)

Generally, environmental stress can lead to three primary types of reactions, mediated by social, political, economic and cultural factors: passive acceptance, active in situ adaptation, and migration. Thus, migration is one possible response to high vulnerability and a potential adaptation measure to the effects of climate change.

 

(eg)

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