Blogroll vom 03.08.2015

I. Europäische Außengrenzen

Wo sind die Schiffe? – Sea-Watch-Kapitän kritisiert EU-Rettungsmission Triton (MiGAZIN v. 31.07.15)

Die EU Rettungsmission Triton steht unter starker Kritik. Nach der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer mit hunderten Toten, sollte Triton auch in Not geratene Flüchtlingsschiffe retten. Nun sprechen Kritiker von „unterlassener Hilfeleistung“.

 

If you come to Hungary – a different story about refugees (a Multimedia report from vs.hu)

As of now, the border between Hungary and Serbia is hardly noticeable. There is no fence yet, no signs, only a few boundary markers peeking out of the bushes: small, white posts with the letter M on one side and PC in Cyrillic on the other. Even though a trench was dug in the 90s to keep car smugglers away, it’s easy to step over, and it’s slowly becoming overgrown with vegetation and covered with the dust kicked up by the countless feet that walk all over it every day.

 

„Die Situation treibt einige in den Wahnsinn“ (Pro Asyl v. 31.07.15)

Unsere Projektpartnerinnen vom „Refugee Support Program Aegean“ (RSPA) berichten über die sich zuspitzende humanitäre Krise in Griechenland. Von den griechischen Inseln über Athen bis an die mazedonisch-griechische Grenze: Die Situation für Flüchtlinge in Griechenland ist nach wie vor katastrophal.

 

 

II. Eurotunnel bei Calais

Why the language we use to talk about refugees matters so much (The Washington Post v. 30.07.15)

How people are labelled has important implications. Whether people should be called economic migrants or asylum seekers matters a great deal in the country they arrive in, where it could affect their legal status as they try to stay in the country. It also matters in the countries where these people originated from.

 

4 common myths about the Calais migrants debunked (mashable v. 30.07.15)

Another man died in Calais Tuesday night. The victim, believed to be in his late 20s and from Sudan, was crushed under the wheels of a truck as he tried to stow away on a vehicle bound for England.

He’s not the first – nine have died since June – and he almost certainly won’t be the last.

 

 

III. Asylpolitik in Deutschland 

SPD und Grüne auf Abwegen: Wird das Asyl-Grundrecht erneut Teil eines Deals (Pro Asyl v. 28.07.15)

Die SPD will ein Einwanderungsgesetz. Die Union will die Liste sicherer Herkunftsstaaten ausweiten um Flüchtlingen leichter ablehnen zu können. Nun wird ein Deal auf Kosten von Schutzsuchenden vorgeschlagen. Auch der grüne Ministerpräsident Kretschmann zeigt sich offen.

 

Gespräch mit Romani Rose – „Sonderlager sind inakzeptabel“ (MiGAZIN v. 28.07.15)

Es ist völlig inakzeptabel, wenn Flüchtlinge hierarchisiert und Sonderlager eingerichtet werden sollen. Das Recht auf Asyl ist ein individuelles Recht und dies muss es auch in Zukunft bleiben. Dieses Recht ist nicht zuletzt in der deutschen und europäischen Geschichte begründet, in der unter anderem Sinti und Roma staatlicher Verfolgung bis hin zum Völkermord ausgesetzt waren. Angesichts der Zunahme an Flüchtlingen brauchen wir keine populistischen Forderungen, sondern eine verantwortungsvolle Politik und Verwaltung, welche Asylverfahren adäquat durchführen und vor allen Dingen gleichzeitig die Ursachen der Flucht gezielt angehen.

 

Deutsche Flüchtlingspolitk – nichts gelernt? (taz v. 28.07.15)

Geschichte ereignet sich zweimal, sagt Karl Marx – als Tragödie und als Farce. Was wir gerade erleben, ist die Farce der Asyldebatten von 1992

 

Pressemitteilung: Institut mahnt zu Sachlichkeit in Asyldebatte (Institut für Menschenrechte v. 29.07.15)

Debattenbeiträge, die Menschen vom Westbalkan mit dem Schlagwort ‚Asylmissbrauch‘ in Zusammenhang bringen, missachten das individuelle Recht auf Asyl. Wesentlicher Bestandteil dieses Rechts ist, dass jeder Mensch Zugang zu einem Asylverfahren hat, in dem unvoreingenommen geprüft wird, ob die Voraussetzungen für Schutz vorliegen. Wer einen Asylantrag stellt, übt dieses Recht aus, er missbraucht es nicht.

 

 
(ml)

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