Das Menetekel der Silvesternacht

Sexualisierte Gewalt gegen Frauen auf Herkunft und Ethnie der mutmaßlichen Täter zu reduzieren wirkt nicht nur der besonders momentan notwendigen begrifflichen gesellschaftlichen Sensibilisierung entgegen und spielt damit rechtspopulistischen Propagandameinungen in die Hände. Im Weiteren führt sie ebenso zur Bagatellisierung der Vorfälle, indem nicht das Opfer selbst den Mittelpunkt strafrechtlicher Überlegungen darstellt, sondern die Figur des „nordafrikanischen, arabischen und kriminellen Asylbewerbers“, der als Spielball politischer Interessen fungiert.

Jede dritte Frau in Deutschland muss mindestens ein Mal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen. In Deutschland war laut Terre de femmes schon jede vierte Frau Opfer von häuslicher Gewalt, jede siebte hat in ihrem Leben eine Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung erlebt.

Die Täter der Silvesternacht sind vor allem eines: Kriminelle.

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